Networking Nightmares – unsere Tipps für einen besseren Schlaf

Die Experten von Nuvias befassen sich ausführlich mit den aktuellen Netzwerkherausforderungen, die IT-Manager um den Schlaf bringen. Der Job des Netzwerkmanagers ist heutzutage keine leichte Aufgabe mehr. Beim geringsten Konnektivitätsproblem...

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Die Experten von Nuvias befassen sich ausführlich mit den aktuellen Netzwerkherausforderungen, die IT-Manager um den Schlaf bringen.

Der Job des Netzwerkmanagers ist heutzutage keine leichte Aufgabe mehr. Beim geringsten Konnektivitätsproblem können Mitarbeiter nicht mehr weiterarbeiten. Doch das IT-Team muss nicht nur die reibungslose Funktion des Netzwerks im Tagesgeschäft gewährleisten, sondern auch kontinuierlich die Performance steigern, für mehr Flexibilität sorgen, die Daten sichern, Compliance gewährleisten und Kosten senken. Eine wahre Herkulesaufgabe. Daher ist es kaum verwunderlich, wenn sich so mancher IT-Manager um den Schlaf gebracht sieht. Hier einige der Herausforderungen, die es zu meistern gilt, sowie ein paar Tipps für einen gesunden Schlaf.

Das Problem der Compliance in der Cloud

Laut einem Bericht der Cloud Security Alliance[1] migrieren etwa 70% aller großen Organisationen Daten für Enterprise Resource Planning-Applikationen (ERP) in die Cloud. Fast 90% davon schätzen diese Daten als unternehmenskritisch ein. Diese Zahl dürfte auch zukünftig weiter ansteigen. Gartner prognostiziert bis 2022 [2] ein Wachstum des weltweiten Public Cloud Service-Marktes auf 331,2 Milliarden US$. Zwar bringt diese unaufhaltsame Migration auch Vorteile für Unternehmen, etwa Skalierbarkeit und Kosten, doch die Cloud Security Alliance berichtet auch, dass mehr als die Hälfte aller Umfrageteilnehmer eine Zunahme von sicherheitsrelevanten Zwischenfällen erwartet. Große Unsicherheit besteht auch darüber, wer für das Thema Sicherheit sowie für Compliance und Verstöße verantwortlich ist, insbesondere dann, wenn Unternehmen Daten in die öffentliche Cloud verlagern, wie zum Beispiel AWS oder Azure.

Besonders drängend ist dieses Problem für die Finanzbranche und andere vertikale Märkte, etwa das Rechts- und Gesundheitswesen, bei denen eine Menge sensibler Daten vorgehalten werden. Das Thema ist aber auch für kleine und mittlere Unternehmen relevant, die bei diesem Themenkomplex auf Unsicherheiten stoßen. Das Problem besteht darin, dass die Organisationen ihre Netzwerke organisch ausgebaut haben und gleichzeitig Workloads in die Cloud verlagern. Dadurch verfügt das Netzwerk nicht von Anfang an über eingebaute Sicherheitsmaßnahmen. Der entscheidende Punkt ist: wenn Sie Daten an einen Cloud-Anbieter übergeben, geben Sie damit nicht gleichzeitig die Verantwortung für den Datenschutz bzw. die rechtliche Compliance ab. Eigner der Daten ist immer noch die Organisation, und die trägt letzten Endes die Verantwortung. Es ist somit die Aufgabe des Netzwerkmanagers, die Sicherheit der Daten zu gewährleisten.

Organisationen müssen wissen, welche Arten von Daten sie besitzen, wo diese gespeichert werden, und wo sie verarbeitet werden, da für die Themen Datenschutz, Lokalisierung und Datenhoheit unterschiedliche gesetzliche Vorgaben gelten. Wir alle sind uns darüber im Klaren, dass Verstöße gegen die DSGVO mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 4% des Umsatzes geahndet werden können. Noch schlimmer wird dieser Albtraum, wenn es um hybride Umgebungen und Multicloud-Umgebungen geht, bei denen Daten über private Clouds und mehrere Public Clouds verteilt sind, wie zum Beispiel bei Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS).

IT-Manager, CIOs und CSOs müssen ihren Umstieg auf die Cloud definitiv fest im Griff haben. Andernfalls droht ein böses Erwachen, wenn es erst einmal zu einem Datenleck gekommen ist – doch es gibt Hilfe. Produkte wie Dome 9 von Checkpoint erstellen beispielsweise „rote Flaggen“ rund um das Thema Cloud Security, Complianceprobleme und Risiken, bevor diese sich in der Realität bemerkbar machen.

Mangelhafte Sichtbarkeit

Unternehmenskritische Funktionen laufen in zunehmend komplexen Netzwerken. Ein weiterer Albtraum für Netzwerkmanager ist es daher, exakt zu verstehen, was vor sich geht. Denn der Netzwerkmanager bekommt stets die Schuld, wenn Applikationen langsam oder unzuverlässig laufen. Wie soll man Probleme beheben, die man nicht erkennt? Das Thema Visibility Management – oder dessen Fehlen – wird zunehmend zum Problem, insbesondere durch zunehmende Remote-Arbeit, immer mehr Multicloud-Umgebungen und das schiere Volumen an Applikationen, das für eine enorme Last im Netzwerk sorgt.

Das Hauptaugenmerk von Netzwerkmanagern liegt auf der Performance von Applikationen und der Qualität bzw. dem Erlebnis für die Endbenutzer. Doch die Performance von Applikationen hängt sowohl von der Performance des Edge-Netzwerks als auch von der zu Grunde liegenden Netzwerkinfrastruktur ab. Die Herausforderung besteht also darin, möglichst in Echtzeit volle Visibilität und ein umfassendes Reporting über die Gesamtheit der Performance von Applikationen, des Netzwerks und der Infrastruktur zu erhalten. Bislang erfolgte dies durch das arbeitsintensive und langwierige  Durchforsten von Netzwerkprotokollen aus unterschiedlichen Quellen. Die gute Neuigkeit: es stehen immer mehr Tools dafür zur Verfügung. Die schlechte Neuigkeit: die meisten davon betrachten lediglich einen einzigen Aspekt der Applikations- bzw. Netzwerk-Performance. Deshalb arbeiten wir bei Nuvias an einer Integration unterschiedlicher Performance Management- und Visibility-Tools auf einer einheitlichen Plattform, um Netzwerkmanagern ein einheitliches Bild der Ist-Situation zu ermöglichen. Im nächsten Schritt geht der Trend zu Visibility-as-a-Service-Lösungen. Diese werden dazu beitragen, den Überblick über alle Vorgänge im Netzwerk zu behalten und Probleme zu lösen. Das bedeutet eine Sorge weniger.

Immer diese Entscheidungen!

Bei jeder Messe oder Konferenz steigt der Verwirrungsgrad durch die Unmenge von Anbietern, die allesamt die beste Lösung versprechen. Die Herausforderung für die Netzwerkmanager besteht darin, sich auf dem Markt zurechtzufinden und die schier unendliche Angebotsvielfalt zu überblicken. Dieses Problem zeigt sich besonders im schnell wachsenden Markt für softwaredefinierte Angebote, insbesondere im Bereich SD-WAN. Wo fängt man an und was ist die richtige Lösung für Ihr Unternehmen? Die Menge an Informationen und Optionen auf dem SD-WAN-Markt ist überwältigend, und eine falsche Entscheidung kann katastrophale Folgen haben.

Zwar ist der Einsatz einer SD-WAN-Lösung sinnvoll für die Steigerung von Agilität, Performance und Kosteneffizienz des Netzwerks. Doch nicht alle SD-WANs sind gleich, bzw. für jede Umgebung in gleichem Maße geeignet. Außerdem müssen SD-WANs „applikationssensitiv” sein und alle Umfänge unterstützen, von Echtzeit-Streaming und Kollaboration bis hin zu missionskritischen Transaktionsabläufen. Zusätzlich gibt es noch die Wahl zwischen einer lokalen Lösung und dem „as-a-Service“-Ansatz. Es ist wichtig, sich auf vertrauenswürdige Partner, Reseller und Systemintegratoren verlassen zu können, die den Netzwerkmanager sicher durch das Minenfeld der softwaredefinierten Lösungen führen können.

Das DevOps-Dilemma

DevOps hat die Welt der Softwareentwicklung dank effizienterer Abläufe verändert, mit denen die Time-to-Market für neue Multiplattform-Applikationen deutlich sinkt und Software-Updates innerhalb von Minuten statt in Tagen erledigt werden können. Doch nur wenige Unternehmen nutzen DevOps auch für das Networking. Netzwerkmanager, die sich um unterschiedlichste Hardware-Appliances vom Router bis zum Switch und SD-WAN-Controllern kümmern müssen, setzen immer noch in hohem Maße auf manuelle Abläufe. Hier gilt es eine weitere Nuss zu knacken.

DevOps für das Netzwerk – auch als NetDevOps bezeichnet – unterstützt die Automatisierung von Routineaufgaben und repetitiven Abläufen im Netzwerkmanagement. Damit steigt nicht nur die Geschwindigkeit von Veränderungen, sondern es sinkt auch die Fehlermarge, es wird eine Skalierung ermöglicht und man schafft die Möglichkeit, problemlos erfolgreiche Prozesse zu replizieren. Automatisierungstools werden eingesetzt, um Netzwerkgeräte zu managen – vom Provisioning über die Konfiguration bis hin zum policy-basierten Change Management.

Doch jeder DevOps-Prozess braucht auch eine Toolchain – viele der Glieder in dieser Kette sind Open Source. Zwar werden für Open Source-Software keine Lizenzgebühren fällig, aber es bestehen Fragen hinsichtlich Sicherheit, Compliance und Urheberrecht sowie zu den Themen Vertrauenswürdigkeit und Support. Als Netzwerkmanager hat man nicht die Zeit, Fehler in der Software aufzuspüren und zu beheben. Deshalb ist es so wichtig, DevOps-Ökosysteme aufzubauen, die eine kommerzielle Monetarisierung und umfänglichen Support ermöglichen. Das Management von Netzwerken war noch nie einfach. Angesichts der heutigen Komplexität und der distributierten Architektur stellt diese Aufgabe definitiv eine wachsende Herausforderung dar. Netzwerkmanager werden daran gemessen, wie gut ihre Netzwerke performen und in welchem Umfang sie kontinuierlich nach Verbesserungen und echtem Mehrwert suchen. Ein Ausfall ist natürlich der schlimmste Albtraum eines jeden Netzwerkmanagers. Doch letztendlich stehen alle vor denselben Herausforderungen und mit Hilfe von Herstellern, Partnern und Kollegen sollten auch Netzwerkmanager ruhig schlafen können.

 

Nuvias Top-Tipps für einen besseren Schlaf

Herausforderung: Viele Unternehmen, die kritische Applikationen und Daten in die Cloud verlagern, übernehmen keine Verantwortung für Compliance und Sicherheit.
Top-Tipp: Nutzen Sie Produkte, die Warnsignale in Form von „roten Flaggen” bei Schwachpunkten in der Cloud Security und bei Compliance-Probleme erstellen, bevor es zu spät ist.

Herausforderung: Unzureichende Visibilität bei der Applikations-, Netzwerk- und Infrastruktur-Performance, um zu verstehen, was vor sich geht und entsprechend zu reagieren.
Top-Tipp: Beschäftigen Sie sich mit integrierten Performance Management- und Visibility-Plattformen, und ziehen Sie auch as-a-Service-Lösungen in Betracht.

Herausforderung: Informierte Entscheidungen werden durch den ganzen Hype um das Thema sowie durch Fehlinformationen erschwert.
Top-Tipp: Arbeiten Sie mit vertrauenswürdigen Partnern zusammen und nutzen Sie die Erfahrung sowie das Wissen von Kollegen, um die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen.

Herausforderung: DevOps ist zwar vielversprechend, wirft aber zahlreiche Fragen rund um die Themen Open Source, Sicherheit und Compliance auf.
Top-Tipp: Arbeiten Sie mit einem Zulieferer zusammen, der Ihnen eine starke End-to-End DevOps-Toolchain mit technischem Support anbieten kann.

 

[1] Cloud Security Alliance: https://cloudsecurityalliance.org/press-releases/2019/01/14/new-cloud-security-alliance-study-find-cybersecurity-incidents-and-misconceptions-both-increase-as-critical-erp-systems-migrate-to-the-cloud/

[2] Gartner: https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2019-04-02-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-revenue-to-g

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